Heute möchte ich mich einem Thema zuwenden, das mir besonders am Herzen liegt: dem mentalen Training.

Meine Erkenntnis, dass der Sport ja auch eine „psychische Seite“ hat, habe ich bereits in meinem Artikel „Seele – Die andere Seite von Sport“ mitgeteilt. Darin habe ich ausgeführt, dass sportliche Betätigung nicht nur auf den Körper segensreiche Auswirkungen hat, sondern auch auf die Psyche.

Dennoch ist es oft die Psyche, die uns bei unseren guten Vorsätzen mehr oder regelmäßiger Sport zu betreiben einen Strich durch die Rechnung macht. Was können wir also tun um den sogenannten „inneren Schweinehund“ in uns zu unserem Besten zu besiegen? Zum Glück eine ganze Menge! Und dabei können wir von Leistungssportlern lernen: Sie alle, wollen sie Erfolg haben, betreiben es. Ich spreche von dem sogenannten „Mentalen Training“ – aber auch Manager in der Wirtschaft, Politiker und Führungskräfte haben den Wert des Mentalen Trainings bereits für sich entdeckt und eine Vielzahl von sogenannten Motivationscoaches bieten bereits Seminare zu diesem Thema an. Dabei ist es gar nicht notwendig Zeit und Geld in solche Seminare zu investieren, Sie können sich das genauso gut selbst beibringen, wenn Sie einige Regeln, die ich im Folgenden ausführen werde, dabei beachten.

Die Macht der Gedanken niemals unterschätzen!

Es mag „esoterisch“ klingen, hat aber damit nicht das Geringste zu tun: Gedanken bewirken Reaktionen im Körper – man denke nur an die Atmung oder den Muskeltonus. Gedanken können den Körper verkrampfen oder entspannen lassen. Denken muss man sowieso, warum dann nicht gleich positiv?

Natürlich will ich hier nicht einer platten Selbsthilfeliteratur einen Artikel hinzufügen: ich behaupte nicht, dass dieser Vorgang einfach ist, aber wie auch im Sport gilt hier das Prinzip, dass es mit beharrlicher Übung leichter gelingt, auch wenn es in schwierigen Situationen, die mit starken Emotionen verbunden sind, möglicherweise niemals vollständig gelingen wird. Es geht also um eine Verbesserung der persönlichen Sichtweise, nicht um eine – unmögliche – Charakteränderung.

Das Betreiben einer regelmäßigen Gedankenhygiene im Sinne einer verbesserten Kommunikation mit sich selbst, wirkt sich aus!

Wenn wir glauben, dass etwas schwer ist, dann wird es schwer. Negative Gedanken machen uns schwach, sowohl beim Sport als auch im normalen Leben. Entscheidend über Sieg oder Niederlage ist also die Form des inneren Dialoges. Man sollte sich also auf ein Ziel und nicht die Hindernisse konzentrieren!
mentales Training
Setzen Sie sich herausfordernde Ziele:
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Erfolg sind klare Ziele: Sagen Sie sich beispielsweise nicht: „Ich will schlanker werden“, sondern sagen Sie sich: „Bis zum Tag X will ich so und so viele Kilos abgenommen haben!“ So ein klar definiertes Ziel motiviert Sie viel mehr als ein nicht zu fassendes, allgemein formuliertes Ziel. Achten Sie dabei aber genau darauf, dass die Zielvorgabe auch realistisch ist, Sie fordert, aber nicht überfordert!

Ihr Auge lernt mit: Visualisieren Sie!
Visualisieren bedeutet: sich ein Ziel vor dem inneren Auge ganz konkret vorstellen. Das verändert die Gehirnchemie und damit verbunden auch die Körperchemie - man nennt dieses Phänomen auch „Ideomotorisches Training“. Dieser Begriff bedeutet: eine Bewegung wird verinnerlicht, bevor sie selbst aktiv werden: Ein Tänzer beispielsweise stellt sich akurat eine Linksdrehung im langsamen Walzer so lange vor, bis er sie dann im Turnier perfekt abrufen kann, auch, wenn er nervös ist und durch die Stimmung im Saal abgelenkt. Er hat sie quasi „automatisiert“.

Das ersetzt natürlich niemals das Training, denn nur durch das Training wird er überhaupt in die Lage versetzt sich die richtige Bewegungsführung und wie sich diese anfühlt überhaupt vorzustellen, aber das ideomotorische Training ergänzt das herkömmliche um die entscheidende Erfolgsnuance.

Tun Sie es!
Der Unterschied zwischen einem Traum und einem Ziel ist die Tat. Machen Sie den ersten Schritt, wenn Sie beginnen zu gehen, ist der Rest schon leichter. Übersetzt heißt dies zum Beispiel: sind Sie erst einmal im Fitnessstudio angekommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dort auch trainieren größer, als, wenn Sie gar nicht hingehen.

Machen Sie Pausen!
Bei aller Disziplin, Fokussierung und Zielstrebigkeit ist es auch wichtig, ebenso Zeit für regelmäßige Erholung, Regeneration und Entspannung in den Alltag einzubauen. Innere Ruhe und Konzentration zu bewahren ist mentale Stärke. Ein Spitzensportler, der sich nicht erholt, wird am Tag X keine Leistung erbringen, dasselbe gilt für uns alle im Alltag.

Seien Sie Ihr eigener Coach!
Wie schon ausgeführt heißt Mentaltraining: üben, üben, üben, so wie immer im Sport! Nur das kontinuierliche Dranbleiben bringt den Erfolg! Das kann leider kein teures Seminar ersetzen, das können Sie nur für sich selbst tun!

Sonja / Ele PlineDabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und freue mich wie immer über Anregungen und Zuschriften unter:
sonjafiala@gmx.at.

Herzlichst Ihre Sonja/Ele Pline
DEUTSCHE FITNESS AKADEMIE
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