Das Bindegewebe

Das Bindegewebe übernimmt Binde- und Stoffwechselfunktionen. Es umgibt Organe, füllt Zwischenräume im Körper und ist gut durchblutet. Über die Interzellularsubstanz gelangen Stoffe vom Blut zu den Zellen und umgekehrt. Es speichert Gewebswasser und bildet sich bei der Wundheilung verstärkt.
Das Bindegewebe eines Erwachsenen lässt sich in:
a)    lockeres faserarmes,
b)    straffes faserreiches,
c)    retikuläres Gewebe und
d)    Fettgewebe unterteilen.

a) Lockeres faserarmes Bindegewebe (kollagene Fasern) dient im Körper als Verbindungsgewebe zwischen Organen und Muskeln, ist stark durchblutet, dient als Wasserspeicher und sorgt für die Nährstoffversorgung der Organe.
b) Beim straffen faserreichen Bindegewebe gibt es eine geflechtartige und eine parallelfase-rige Variante. Straffe geflechtartige Gewebe bilden Geflechte in der Organkapsel, in der Hirn-haut und in der Lederhaut der Augen. Beim straffen parallelfaserigen Bindegewebe verlaufen die einzelnen kollagenen Fasern in einer Richtung und bilden die Sehnen, die Bänder, Mus-kelfaszien und Gelenkkapseln.
c) Retikuläres Bindegewebe besteht aus speziellen Bindegewebszellen und Retikulum Fasern, die zusammen ein dreidimensionales Netzwerk aufspannen. Es bildet das Gerüst der lymphatischen Organe, wie z. B. der Lymphknoten und das Knochenmark.
d) Beim Fettgewebe handelt es sich um eine Sonderform des retikulären Bindegewebes. Fettzellen können Fett, das sie aus dem Blut aufnehmen, innerhalb der Zellen speichern. 15–30 % des Körpergewichts (je nach Alter, Geschlecht, Trainingszustand) entfallen auf das gut durchblutete Fettgewebe. Es wird in Baufett und Speicherfett unterteilt. Das Baufett ist ein wichtiges
Polstermaterial (z. B. in der Fußsohle, in den Wangen, im Gesäß, in den Organen). Es dient auch als Wärmespeicher und baut sich erst bei extremem Nahrungsentzug ab.

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